Menschenrechtsbildung
Menschenrechte sind nicht für Experten oder Eliten gemacht. Sie sind die unveräußerlichen Rechte für alle Menschen, egal wo und unter welchen Bedingungen sie leben. Was sich zunächst selbstverständlich anhört, ist in den meisten Ländern dieser Welt noch längst nicht Realität – auch in Deutschland nicht.
Dennoch hat das Bewusstsein über die Menschenrechte weltweit zugenommen. Immer häufiger werden die Menschenrechte eingefordert.
Das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Aufklärungsarbeit. Und Menschenrechtsbildung ist das Werkzeug zur Aufklärung. Sie schärft das Bewusstsein und macht Mut, zu handeln. Sie richtet sich in gleicher Weise an Lehrer wie an Schüler, an UNO-Mitarbeiter in Somalia, Nepal oder Kolumbien ebenso wie an Sozialarbeiter in Deutschland.
Menschenrechtsbildung schärft das Bewusstsein für Unrecht in dieser Welt. Sie befähigt dazu, Recht von Unrecht zu unterscheiden. Unabhängig von jeder Gesetzgebung oder staatlichen Normen sollen Menschen zum Handeln bewegt werden, wenn im Nachbarhaus ein Mensch misshandelt wird, wenn in Kenia Menschen wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit verfolgt werden oder wenn sich herausstellt, dass Kinder in Deutschland keine gleichen Bildungschancen haben.
Niemand möchte in einem Land leben, in dem Unrecht und Korruption herrschen, in dem Menschen ihre Rechte nicht wahrnehmen können und Chancengleichheit ein Fremdwort ist.
Menschenrechtsbildung setzt voraus, dass Menschen es nicht erdulden, wenn in einem Land gefoltert und misshandelt oder die Pressefreiheit eingeschränkt wird, und dass sie etwas dagegen tun wollen.
Aber Aufklärung ist mehr als Wissen über die Menschenrechte; es ist der Mut und der Wille zum Handeln. Die Menschenrechtsbildung richtet sich daher an alle gesellschaftliche Gruppen und Personen – ohne Ausnahmen.
Die Menschenrechte leben, wenn jeder Einzelne bewusste Entscheidungen trifft und verantwortungsvoll handelt. Menschenrechtsbildung ist eine wesentliche Aufgabe von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Sie eignet sich insbesondere auch für fach- und jahrgangsübergreifendes Lernen.
Haben sie Interesse an einem Austausch? Brauchen sie Infomaterial? Benötigen sie einen Referenten zum Thema Menschenrechte? Sind sie LehrerIn und wünschen einen Unterrichtsbesuch? Kontaktieren sie uns!
Verantwortlich für die Menschenrechtsbildung im Bezirk Ostwestfalen-Lippe ist:
Christian Obrok
Referent für Menschenrechtsbildung
Kontakt:
T (0521) 967 944-0
F (0521) 967 944-1
M: menschenrechtsbildung(at)amnesty-owl.de




